Wandel im Web

Wandel im Web
20 Jahre Internet, 20 Jahre zdf.de

Als das ZDF 1996 sein Internet-Angebot startete, füllte ein Monitor den ganzen Schreibtisch, die Seite im Netz war statisch und der Klang eines Modems jedermann vertraut. Was hat sich seitdem geändert, wie haben sich das Internet und das Angebot auf ZDF.de entwickelt? Machen Sie mit uns eine Zeitreise!

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Unsichtbare Sammler

Das rasante Wachstum der digitalen Datenberge wird zunehmend von Maschinen angetrieben. Bis 2020, so schätzen Experten, werden sie mehr als 40 Prozent der Datenmenge produzieren. 2005 waren es erst elf Prozent. „Wir haben unsichtbare Datensammler in unseren Smartphones, Kraftfahrzeugen und anderen Geräten, die laufend Daten generieren“, so der damalige Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, Peter Schaar. Damit werde unser tägliches Verhalten analysiert, ohne dass der Nutzer das merke.

Auf den Wegen durchs Netz hinterlassen die User tiefe Datenspuren. Über die Nutzer werden schon mehr Informationen gespeichert als sie selbst in Form von digitalen Texten oder Fotos erzeugen, so das Ergebnis einer Studie des Speicherspezialisten EMC zum Datenaufkommen. Die Menge aller digitalen Daten, die in einem Jahr erzeugt oder genutzt werden, erreicht 2012 demnach 2,8 Zettabyte oder 2,8 Billionen Gigabyte. Dieser Umfang verdoppelt sich ungefähr alle zwei Jahre; bis 2020 sollen es 40 Zettabyte sein. Und damit wachsen auch die Möglichkeiten, Daten für Erkenntnisse aller Art zu verknüpfen: „Big Data“ heißt das Zauberwort.

In der weitgehend kostenlosen Internet-Welt sind Daten zu einer Art Währung geworden. Sie werden etwa für die Online-Werbung analysiert, um die Zielgruppe genauer erreichen zu können. Schon im US-Wahlkampf 2012 werden Daten aus sozialen Netzwerken ausgelesen, um unschlüssige Wähler ausfindig zu machen. Und bei der Wirtschaftsauskunftei Schufa gab es die Überlegung, Facebook-Daten für die Bewertung der Bonität von Kreditkunden zu nutzen.