Wandel im Web

Wandel im Web
20 Jahre Internet, 20 Jahre zdf.de

Als das ZDF 1996 sein Internet-Angebot startete, füllte ein Monitor den ganzen Schreibtisch, die Seite im Netz war statisch und der Klang eines Modems jedermann vertraut. Was hat sich seitdem geändert, wie haben sich das Internet und das Angebot auf ZDF.de entwickelt? Machen Sie mit uns eine Zeitreise!

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Smartphone statt Handy

Obwohl 26 Millionen Nutzer in Deutschland inzwischen ein internetfähiges Mobiltelefon besitzen, surfen 2008 laut statista.de nur drei Millionen unterwegs im Netz. Vielen Nutzern ist die mobile Datenübertragung zu teuer und das Surfen zu umständlich: Die Displays der Handys sind zu klein, das Tippen zu unbequem.

Dass nur wenige Jahre später buchstäblich jedes Kind mobil im Netz unterwegs sein würde, ist damals unvorstellbar. Der Aufstieg der mobilen Netz-Nutzung ist unmittelbar verbunden mit dem der Smartphones. Die hatten anfangs dutzende Knöpfe - bis Apple 2007 das iPhone präsentiert: ein Knopf und sonst nur Display, also viel Platz zum Tippen und einfach zu bedienen.

So wird für viele User 2008 DAS Jahr des mobilen Netzes. Apple schafft es mit dem iPhone erstmals an Blackberry-Hersteller Research in Motion vorbeizuziehen und verkauft in einem einzigen Quartal fast 6,9 Millionen iPhones. Und Telekom-Tochter T-Mobile präsentiert das erste Handy mit dem von Google initiierten Betriebssystem Android.

Damit beginnt sich der Markt zu verändern: 2012 nutzen laut statista.de bereits 35 Prozent der deutschen User das mobile Internet, 2014 sind es 69 Prozent. Gestiegen ist auch die Nutzungsdauer in Deutschland: 17,3 Prozent der User sind täglich mehr als zwei Stunden "on", 2014 sind es noch 10,4 Prozent. Und grundsätzlich gilt: Je jünger, umso mehr Zeit geht für das mobile Endgerät drauf. 3,21 Stunden verbringen 16 bis 24-Jährige 2015 täglich mit dem Smartphone. Das hat Folgen: Laut einer Studie im Auftrag der Landesmedienanstalt NRW ist fast jeder zehnte junge Smartphone-Besitzer suchtgefährdet.