Wandel im Web

Wandel im Web
20 Jahre Internet, 20 Jahre zdf.de

Als das ZDF 1996 sein Internet-Angebot startete, füllte ein Monitor den ganzen Schreibtisch, die Seite im Netz war statisch und der Klang eines Modems jedermann vertraut. Was hat sich seitdem geändert, wie haben sich das Internet und das Angebot auf ZDF.de entwickelt? Machen Sie mit uns eine Zeitreise!

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Zwischen Kalkül und Anarchie

"Broadcast Yourself" - die Idee hat Erfolg: Nur 19 Monate nach dem Start im Netz kauft Google den Online-Video-Anbieter YouTube. Die Übernahme des Start-ups für 1,65 Milliarden Dollar ist bis dahin die teuerste Akquisition in der Google-Firmengeschichte.

YouTube ist schon damals eine der populärsten Sites für Video-Inhalte im Netz – und daran hat sich bis heute nichts geändert. Pro Minute werden laut Firmenangaben 300 Stunden Video-Material hochgeladen, die von den Nutzern angesehen, kommentiert und bewertet werden können.

Nach wie vor ist das Video-Angebot auf YouTube extrem gemischt: Fernsehsender stellen ihre mit High-Tech produzierten Filme neben mit Wackelkamera gedrehte Mini-Clips. Längst hat das Medium seine eigenen Stars wie Y-Titty, DieLochis oder Bibi hervorgebracht und Produktionsfirmen wie Mediakraft füllen mit zielgruppengerechten Videos diverse Kanäle. Damit lässt sich eine Menge Geld verdienen. Genaue Zahlen gibt es nicht, aber die Einnahmen von YouTube-Stars wie Bibi werden im Netz auf bis zu 24.000 Euro monatlich geschätzt.

Doch trotz aller Professionalisierung: Genau vorhersagen, was auf YouTube erfolgreich läuft (und was über die dazu angezeigte Werbung Geld bringt), lässt sich bis heute nicht. Vielleicht macht gerade das den Charme der Plattform aus: Immer wieder gibt Videos mit einfachen Alltagsszenen, die plötzlich millionenfach geklickt werden - wie „Charlie bit my finger“, ein Minuten-Clip, in dem ein Baby seinem Bruder in den Finger beißt. Das Video wurde über 800 Millionen Mal geklickt und gehört damit zu den erfolgreichsten Clips in der Geschichte von YouTube.