Wandel im Web

Wandel im Web
20 Jahre Internet, 20 Jahre zdf.de

Als das ZDF 1996 sein Internet-Angebot startete, füllte ein Monitor den ganzen Schreibtisch, die Seite im Netz war statisch und der Klang eines Modems jedermann vertraut. Was hat sich seitdem geändert, wie haben sich das Internet und das Angebot auf ZDF.de entwickelt? Machen Sie mit uns eine Zeitreise!

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Wer fällt durchs Netz?

"Die zentrale Herausforderung ist, keine Spaltung der Gesellschaft zuzulassen zwischen denen, die in der Lage sind, das Internet zu nutzen, und denen, die dazu nicht in der Lage sind." Bundeskanzler Schröder hat vor allem die ärmeren und bildungsfernen Schichten im Blick, als er Mitte der 1990er die Teilhabe am Netzgeschehen für alle fordert und Internetschulungen für Arbeitslose anbieten lässt.

Denn damals ist das Internet eine Sache für berufstätige Männer im Alter zwischen 20 und 39 Jahren: Schon knapp 13 Prozent dieser Bevölkerungsgruppe sind damals online.

Zwanzig Jahre später ist das Netz noch immer eine Sache für junge, berufstätige Männer - aber andere Gruppen haben stark aufgeholt. 83 Prozent der Männer und 76 Prozent der Frauen sind 2015 online, die Quote bei den 14 bis 19-Jährigen (männlich und weiblich) liegt seit 2010 bei hundert Prozent. Heute zeigt sich eine andere Spaltung: Je älter die Menschen, umso geringer die Internet-Nutzung – bei den Über-60-Jährigen war 2015 nur gut die Hälfte online unterwegs, Tendenz aber steigend.

Und wer nutzt das Internet nicht? Gut 20 Prozent der Deutschen waren 2015 nicht online. Vor allem ältere, weniger gebildete Frauen, so das Ergebnis einer Studie von TNS Infratest, sind seltener im Internet unterwegs. Gründe dafür: 67 Prozent fühlen sich durch die klassischen Medien gut bedient, 66 Prozent lassen "dieses Internet" lieber von ihren Kindern erledigen, 51 Prozent haben Sicherheitsbedenken. Generell haben die Faktoren "Alter" und "Bildung" den stärksten Einfluss auf die Internetnutzung: Tendenziell wird das Internet stärker von gut gebildeten Menschen genutzt, je älter sie sind, umso stärker macht sich der Einfluss des Faktors "Bildung" bemerkbar.