Wandel im Web

Wandel im Web
20 Jahre Internet, 20 Jahre zdf.de

Als das ZDF 1996 sein Internet-Angebot startete, füllte ein Monitor den ganzen Schreibtisch, die Seite im Netz war statisch und der Klang eines Modems jedermann vertraut. Was hat sich seitdem geändert, wie haben sich das Internet und das Angebot auf ZDF.de entwickelt? Machen Sie mit uns eine Zeitreise!

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  • vor 1996

  • Internet-Vorläufer

    Das erste Computernetzwerk der Welt - ARPANET - entsteht 1969 in den USA und verbindet vier Rechner an unterschiedlichen US-Unis. Weitere Computer werden angeschlossen, die ersten Programme für das Netzwerk entwickelt. Anfang der 1980er Jahre gibt es die ersten intercontinentalen Netzwerk-Verbindungen: interconnected networks, kurz: Internet. Jetzt werden auch PCs fürs heimische Wohnzimmer populär wie der Heimcomputer "commodore c 64" (Bild) mit zeitgemäß klobiger Tastatur und Mini-Bildschirm.

  • Das World Wide Web

    1989 entwickelt der britische Computerspezialist Tim Berners-Lee (Bild) ein Programm und einen Webbrowser - das World Wide Web - mit dessen Hilfe man Daten aus unterschiedlichen Computern und Netzwerken als Hypertextdokumente leichter zusammenführen kann.

  • Neue Browser: Mosaic und Netscape

    1991 gibt Berners-Lee seine Programmierung zur Benutzung frei und der Student Marc Andreessen schafft damit einen neuen Browser - Mosaic - der 1994 weiterentwickelt wird: Es erscheint die erste Version des Netscape-Browsers.

  • Neue Möglichkeiten im Netz: Die erste Webcam

    Gibt’s noch Kaffee im Trojan Room? Diese total wichtige Frage beantwortet 1993 an der Uni Cambridge die erste Webcam. Weltweit ist das ständig aktualisierte Bild der mehr oder weniger gefüllten Kaffeekanne in einem Rechenzentrum der Uni abrufbar - zumindest für die Mitarbeiter dort ein unverzichtbarer Service.

  • Das Internet ist nur ein Hype.

    Microsoft -Gründer Bill Gates
  • 1996

  • Porno-Problem bei Compuserve

    Das Internet entwickelt sich auch in Deutschland zum Massenmedium. Heiß diskutiert wird die Frage, wer die Verantwortung für die Inhalte im Web trägt, nachdem über den Online-Dienst Compuserve Kinderpornos ins Netz gelangen. Compuserve sperrt daraufhin fast 200 Newsgroups, die Staatsanwaltschaft ermittelt und Juristen beklagen große Regelungslücken in Sachen Internet.

  • Teure Telefonleitung

    Die Gebührenerhöhung der Telekom sorgt für Unmut: Mitte der 1990er Jahre muss sich der Kunde noch entscheiden, ob er seine Telefonleitung fürs Telefonieren oder fürs Surfen nutzt – zahlen muss er aber immer denselben Tarif. Pro Online-Stunde sind das jetzt 4,80 Mark allein an Telefongebühren – da machen sich die immer noch üblichen laaangen Ladezeiten gleich doppelt negativ bemerkbar ...

  • Homepage für alle: Neue Seiten im Netz

    Das Angebot im Netz weitet sich rasend schnell aus: Die Deutsche Bank ermöglicht erstmals Online-Überweisungen, der ADAC vermeldet Staus im Netz, Handelsketten, Radiosender und sogar Behörden gehen online. Orientierung im Seiten-Dschungel versprechen Hilfsdienste wie Alta Vista – allerdings ist es eher selten, dass der User tatsächlich das findet, was er im Netz sucht.

  • Angebote im Netz

    Wer nutzt was?

  • TV-Infos für den PC - ZDF.de startet

    Am 19. Juli 1996 startet das ZDF anlässlich der Olympischen Spiele in Atlanta sein neues Internetangebot. Ohne Videos, dafür mit vielen Texten und Bildern. "Das Einklinken in die ZDF-Seite ist ein wahrer Bite(!)-Marathon - zu viele Graphiken, zu viel Firlefanz, zu viele Zugriffe", ätzt die Süddeutsche Zeitung damals. Das ZDF-Online-Angebot hat trotzdem überlebt.

  • Das einzige, was mich tröstlich stimmt, ist das Internet. Da sind meine Reden drin, und eine Menge von Bürgern rufen sie ab. So bin ich nicht auf die Akzentsetzung von Journalisten angewiesen.

    Bundespräsident Roman Herzog 1996 bei den Münchner Medientagen über das Internet
  • Basiswissen im MoMa

    Wie ist das denn mit diesem Internet? Christian Spanik versucht im ZDF-Morgenmagazin den Zuschauern das Netz näher zu bringen: "Erklär' mal ungefähr, was ist denn das Internet überhaupt?" Dabei wird Grundlegendes geklärt: "Eine Telefon braucht man auch, aber vor allem braucht man einen PC." Ah ja ... Auf YouTube findet sich der gesamte Beitrag unter: https://www.youtube.com/watch?v=k0tVl_iYmos

  • 1997

  • Schöner kaufen im WWW

    Die Konsumenten entdecken das Internet: Britischen Wissenschaftlern zufolge hat rund ein Viertel der US-amerikanischen Internet-Nutzer 1997 mindestens einmal online eingekauft. Nun wollen US-Firmen auch den deutschen Markt erobern, darunter auch Amazon, damals der weltgrößte Internet-Buchhändler (Bild).

  • Virtueller Hass im Netz

    Immer mehr private User nutzen die Möglichkeit, sich der Welt mitzuteilen. Nicht immer ist das erfreulich: So hat sich die Zahl von Hass-Seiten im Netz einer Studie des Simon-Wiesenthal-Zentrums zufolge innerhalb eines Jahres fast verdoppelt. Nun gibt es auch die ersten Cyber-Mobbing-Opfer.

  • Virtueller Hass - reale Folgen

    Thema: Cyber-Mobbing

  • Das Netz trägt schwarz

    Das Netz als Ort der Trauer: Nach dem Tod von Prinzessin Diana tragen sich Tausende in die virtuelle Kondolenzliste des englischen Königshauses ein. Der Ansturm auf die königlichen Seiten ist so groß, dass immer wieder kein Durchkommen zum Server des Palastes ist.

  • Ich habe nichts dagegen, dass die Menschen im Internet verkehren. Aber eine Freundschaft, die in mehreren Biergartenbesuchen gestählt worden ist, ist mehr als das ganze Internet.

    Roman Herzog 1997
  • Neue Netz-Nachrichten

    Das ZDF startet im August 1997 einen neuen Nachrichten-Dienst: Unter www.zdf.msnbc.de gibt es Infos zum Weltgeschehen. Mitfinanziert wird das Ganze von MSNBC, einem Gemeinschaftsunternehmen von Microsoft und dem US-Fernsehsender NBC. 19 Redakteure arbeiten für das Angebot, aus dem später heute.de wird.

  • 1998

  • Musik im Netz: Alles nur geklaut

    Nicht alle Musikfans nutzen - wie im Bild - legale Portale, um an ihre Songs zu kommen. Und ein neues Audio-Komprimierungs-Format erleichtert nun auch das illegale Kopieren von Liedern: Rund 20.000 Songs sind nach Schätzungen der Plattenindustrie als MP3-Dateien im Internet abrufbar, mit Klagen versuchen sich Warner, Sony und andere Unternehmen gegen die Raubkopien zu wehren.

  • Opera ist on

    Ein neuer Internet-Browser kommt auf den Markt: Mit dem 1,2 Megabyte kleinen "Opera" wollen die norwegischen Entwickler dafür sorgen, dass die Computerspeicher nicht schon bei der Installation der Software volllaufen. Derweil schluckt AOL Netscape, und Microsoft stellt den Internet Explorer 5.0 vor, der die neue Auszeichnungssprache XML unterstützt.

  • Internet-Sucht: Willenlos im WWW

    Gefangen im Netz: Fast die Hälfte aller Internet-Benutzer betrachtet sich einer Untersuchung britischer Wissenschaftler aus dem Jahr 1998 zufolge als "Online-Sklaven" und hängt bis zu 60 Stunden in der Woche am Netz. Mehr und mehr wird das Internet Teil des beruflichen und privaten Alltags.

  • Gefangen im Netz

    Thema: Veränderung unseres Alltags durch das Internet

  • Entwicklung der Internet-Nutzung

    zur Onlinestudie von ARD und ZDF (externer Link)

  • Entwicklung der mobilen Nutzung

    zur Onlinestudie von ARD und ZDF (externer Link)

  • Google kommt: Brin und Page revolutionieren die Suche im Netz

    1998 melden Larry Page und Sergey Brin Google als Unternehmen an. Google ist die Weiterentwicklung eines Uni-Projektes, bei dem Page einen neuen Suchalgorithmus für das Netz getestet hatte: Im Gegensatz zu anderen Suchmaschinen, die sich an der Häufigkeit eines gesuchten Wortes auf einer Seite orientieren, prüft Google die Anzahl der Verweise auf eine bestimmte Seite im Netz.

  • In zehn Jahren ist Google tot. Ich habe in der Tat die Hoffnung, dass das, was sich jetzt im Markt befindet, übermorgen nicht mehr existiert.

    Christian DuMont Schütte, Gesellschafter des Verlags DuMont Schauberg, 2007 in der FAZ
  • Internet-Cafés: Ego-Shooter statt Erdbeer-Schnitte

    Gemeinsam surfen, chatten, spielen: Rund 150 Internet-Cafés gibt es Ende der 1990er Jahre in Deutschland. Viele Nutzer haben zuhause keinen internet-fähigen PC oder Leitungen, mit denen es Stunden braucht, bis sich eine Seite aufbaut. Und noch sind die heimischen Telefon- und Onlinegebühren vergleichsweise hoch, so dass sich mit dem Surfen im Internet-Café oft Geld sparen lässt.

  • Face fürs ZDF-Web

    Das ZDF.de-Angebot zeigt Gesicht: "Webface" Cornelia soll künftig durch die Seiten führen. Schreibt der Nutzer ins Texteingabefeld: "Wo sind die Online-Seiten vom Traumschiff?" erkennt das Datenbank-basierte System das Stichwort "Traumschiff" und ordnet ihm einen Link und eine Geste von Cornelia zu.

  • 1997 geht ZDFtivi, das neue Kinder- und Jugendprogramm des ZDF an den Start, ab 1998 gibt es auch das passende Online-Angebot dazu: tivi.de liefert für die kleinen Zuschauer und Nachwuchs-User Infos, Spiele und Mitmach-Möglichkeiten rund um Kinder-Kult-Sendungen wie "1, 2 oder 3", "Löwenzahn" oder "Siebenstein".

  • Viel Text, wenig Bild

    so sahen damals (unsere) Webseiten aus.

  • 1999

  • David Smith schickt Melissa per Mail

    Zahlreiche Internet-Nutzer machen 1999 Bekanntschaft mit "Melissa". Das angeblich nach einer Nackt-Tänzerin benannte Virus verbreitet sich rasant schnell per E-Mail und infiziert hunderttausende Computer, mehr als 300 Unternehmen sind betroffen. FBI und Experten von AOL können schließlich die Telefonverbindung ausfindig machen, über die "Melissa" erstmals ins Internet gelangte und stellen den Täter David Smith.

  • Faszination der virtuellen Gewalt: Erfolgreiche Spiele

    Schnellere Netzwerk-Technologien und preiswertere Internetgebühren machen's möglich: Der Markt für Online-Spiele wächst rasant. 1999 werden weltweit bereits 82 Millionen Dollar mit Games fürs Internet umgesetzt. In diesem Jahr wird auch eines der erfolgreichsten Spiele weltweit veröffentlicht: Counter-Strike (Bild).

  • Neu im Sortiment: Aldi-PC zum Dumping-Preis

    Surfen wird billiger: AOL Europe bietet einen monatlichen Festpreis von 9,90 Mark für den zeitlich unbegrenzten Internet-Zugang, Marktführer T-Online zieht nach. Gleichzeitig sinken die Preise für die PCs, die bald nicht nur vom Fachhandel, sondern auch von Discountern verkauft werden. Im November 1999 gibt's bei Aldi einen "Internet-PC" für 1998 Mark, mit integriertem Modem und AOL-CD.

  • E-Mail: Komplizierter Kontakt zum Kunden

    Eine Homepage im Internet ist 1999 für die meisten Unternehmen schon selbstverständlich. Mit dem direkten Kontakt zum Kunden über das Netz tun sich allerdings noch viele schwer: Auf E-Mails von Kunden antworten die meisten Firmen nach einer Studie des US-Marktforschungsunternehmens Brightware entweder gar nicht oder mit wochenlanger Verspätung. Briefpost geht da doch noch schneller!

  • Stütze und Stressfaktor

    Veränderung unserer Arbeitswelt mit dem Internet

  • Internetnutzung am Arbeitsplatz

  • Der Laptop ist die Werkbank des 21. Jahrhunderts.

    Ex-Finanzminister Peer Steinbrück
  • 2000

  • Geplatzte Dotcom-Blase

    Die Dotcom-Blase wächst, wächst und ... platzt. Erste Unternehmen können die überhöhten Gewinnerwartungen nicht erfüllen, im März 2000 beginnen die Kurse zu sinken, der Markt bricht zusammen. In Deutschland ist es vor allem der Fall der Telekom-Aktie, der zeigt, dass man mit Internet- und Technologie-Aktien nicht automatisch reich wird.

  • Hühner-Hysterie

    Das Moorhuhn plättet das Internet: Bei ihren Versuchen, die neue Version der Moorhuhnjagd aus dem Netz auf ihre PCs zu laden, bringen Moorhuhn-Fans Computer und Netzwerke reihenweise zum Erliegen. Bis zu 180.000 Anfragen pro Stunde registriert die Bochumer Phenomedia AG, die die neue Moorhuhn-Version entwickelt hat. Nicht beziffert ist der volkswirtschaftliche Schaden, der durch das Moorhuhn-Jagen während der Arbeitszeit entstanden ist.

  • Student verbreitet ungeliebten Love-Virus

    Aus Frust über die Ablehnung seiner Diplomarbeit setzt der ehemalige Informatik-Student Onel de Guzman auf den Philippinen den Computer-Virus "I love you" in die Welt. Er verbreitet sich über Outlook und richtet weltweit Schäden in Milliardenhöhe an.

  • Man kann gar nicht genug Liebe auf sich ziehen. Aber in diesem Fall war es eine Falle.

    Bundesinnenminister Otto Schily über den Computervirus "I love you"
  • Digitale Spaltung: "Bin ich schon drin?"

    Teilt das Internet die Menschheit? Im Jahr 2000 nutzen einer Umfrage von web.de zufolge in Deutschland 15,2 Millionen Menschen über 14 Jahre privat das Internet. Vor allem Männer zwischen 30 und 39 sind online unterwegs. Wer nicht - wie einst Boris Becker - "schon drin" ist, nennt vor allem hohe Zugangskosten und unübersichtliche Tarifmodelle als Gründe. Bundeskanzler Schröder warnt vor einer digitalen Spaltung der Gesellschaft.

  • Wer fällt durchs Netz?

    Online-Nutzung in Deutschland

  • Wer nutzt das Netz?

    zur Onlinestudie von ARD und ZDF(externer Link)

  • 2001

  • Junges Jubiläum

    Das Internet ist noch jung, trotzdem können erste Jubiläen gefeiert werden: Die Top Level Domain ".de" wird 15 Jahre. Knapp fünf Millionen Internet-Adressen tragen 2001 dieses Länderkürzel.

  • Gericht entscheidet gegen Napster

    Die Tauschbörse Napster und die Musikindustrie streiten sich vor Gericht: Bislang können Internet-Nutzer über die Napster-Seiten Musik-Dateien kostenlos austauschen. Die führenden Vertreter der Plattenindustrie sehen darin eine Verletzung der Urheberrechte. Ein US-Gericht bestätigt nun eine von der Musikindustrie angestrengte einstweilige Verfügung.

  • Die größte Herausforderung für die Musikindustrie war von Anfang an, das Kaufen von Musik leichter zu machen als das Stehlen.

    Der Vorsitzende des Internationalen Verbandes der Phonoindustrie, John Kennedy
  • Apple bringt den iPod heraus und platziert sich so als neue Lifestyle-Marke.

  • Ein Tag fürs Zweite Deutsche Internet

    Zur besten Sendezeit um 0:15 Uhr gibt es im November die Show zum Internet-Day im ZDF. Susanne Stichler und Kai Böcking präsentieren Talks, Chats und lustige Spiele mit Prominenten. Der Cyporter Axel Mengewein (Bild) blickt hinter die Kulissen des ZDF und zeigt, was sonst nur Mitarbeiter zu sehen bekommen: User können den Cyporter per Mausklick über das ZDF-Gelände schicken. Auch extern kommt der Cyporter bei zahlreichen zukunftsorientierten Events zum Einsatz, so etwa 2000 auf der Expo in Hannover und 2001 auf der CeBIT.

  • Wikipedia startet

    Ein neues Lexikon fürs Web: 2001 startet Jimmy Wales das Wikipedia-Projekt. Das Ziel ist nichts weiter, als "das gesamte Wissen der Menschheit zu sammeln".

  • Ungeprüfte Wahrheit

    Thema: Wikipedia zeigt die Stärke und Schwäche des WWW

  • Die Unendlichkeit des Internet macht uns die Endlichkeit von Wahrheit bewusst.

    Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber
  • 2002

  • WLAN: Drahtlos surfen überall

    Drahtlose Computernetzwerke sind ein Top-Thema 2002: Marktforscher prognostizieren den (damals noch) "so genannten WLANs" enorme Wachstumsaussichten, auch wenn es noch viele Sicherheitslücken gibt. Damit steigt auch die Zahl der öffentlichen Hotspots - aber ganz langsam: 2003 gibt es in Deutschland gerade einmal 680 davon und nicht alle laden - wie die WLAN-Station mit Beton-Flair in Freiburg (Bild) - zum gemütlichen Surfen ein.

  • Skype: Im Netz billiger telefonieren

    Die Schweden Niklas Zennstrom und Janus Friis gründen Skype. Die Firma erhebt Gebühren für Telefonate über das Internet zu Handys und Festnetztelefonen, die sehr viel niedriger sind als bei traditionellen Telefonkonzernen. Die Gespräche zu anderen Internetnutzern sind kostenlos. Schon vier Jahre nach Gründung hat Skype nach eigenen Angaben 54 Millionen Nutzer in 225 Ländern.

  • Flickr: Virtuelles Bilderbuch startet

    Flickr startet: Der Ursprung ist ein Spiel, bei dem Bilder hochgeladen werden. Das macht den Usern so viel Spaß, dass die kanadischen Entwickler das Spiel einstellen und sich ganz auf die Entwicklung des Portals zum Hochladen von Bildern und kurzen Videos konzentrieren. Das Angebot hat Erfolg, heute verzeichnet Flickr nach eigenen Angaben 5000 Uploads pro Minute.

  • Online-Shoppen statt schaffen

    Darf's ein bisschen mehr sein? Einkaufen im Netz wird 2002 immer beliebter, und die Hälfte ihrer Online-Einkäufe tätigen Internet-Nutzer an ihrem Arbeitsplatz. Das ist das Ergebnis einer Studie des Marktforschungsinstituts NielsenNetRatings. Als mit weitem Abstand beliebtestes Online-Kaufhaus kann sich der Studie zufolge Amazon behaupten.

  • Herausforderung für den Handel

    Thema: Einkaufen im Internet

  • Was wird im Netz gekauft?

  • Die ZDFmediathek hat Premiere. Noch ist sie nur eine kleines Fenster auf der komplett überarbeiteten ZDF.de. Doch über die Jahre hinweg rückt sie immer stärker ins Zentrum des Angebotes.

  • 2003

  • Millionenfach Musik bei "iTunes"

    Apple ist mit dem Online-Musik-Angebot "iTunes" erfolgreich. Seit Einführung der Online-Plattform im April seien 25 Millionen Musikstücke verkauft worden, teilt der kalifornische Computerhersteller Ende des Jahres mit. Damit sei iTunes die erfolgreichste Musik-Plattform im Internet. Fünf Jahre später ist iTunes auch die Nummer eins im amerikanischen Musikhandel.

  • T-Online bringt Kino ins Netz

    Die zügige Verbreitung von Breitband-Anschlüssen macht's möglich: Langsam kommt Bewegtbild ins Internet. Europas größter Internetdienst T-Online hat damit begonnen, Videofilme für den Abruf über das Internet anzubieten. T-Online startet sein Video-on-Demand-Angebot mit Kinofilmen wie "Catch me if you can" (Bild), "8 Frauen" und "Minority Report".

  • Betrug mit Passwort-Fischen per Mail

    Neue Betrugsmasche: Mit E-Mails werden Bank-Kunden auf täuschend echt erscheinende Internetseiten von Kreditinstituten gelockt und aufgefordert, ihre Kontodaten einzugeben. Mit solchen Phishing-Mails - ein Kunstwort aus "password" und "fishing" - entsteht nach Schätzungen des Marktforschungsinstituts Gartner 2003 allein in den USA ein Schaden in Höhe von 1,2 Milliarden Dollar.

  • Viel Werbung im Web

    Immer mehr Werbung im Netz: Während Werbetreibende in Deutschland im Jahr 2003 bis zu 12,5 Prozent weniger als im Vorjahr für klassische Werbung ausgeben, investieren sie 23 Prozent mehr in Online-Werbung. Diese wird nach Ansicht von Experten als zunehmend seriös empfunden werden, dagegen gelten Werbe-E-Mails als Plage.

  • Endlos inhaltslos

    Thema: Werbung und Spam im Netz

  • "Gud'n Aamd!"

    40 Jahre nach ihrem ersten Auftritt bekommen die Mainzelmännchen vom ZDF ein neues Outfit verpasst und werden Teil der digitalen Welt: Statt Latzhose trägt männchen jetzt Polohemd und Handy in der Hosentasche. Kollege Berti – einst fleißiger Handwerker - firmiert fortan als Experte fürs Internet.

  • Woher kommen die Spam-Mails?

  • 2004

  • Neues Netzwerk: Zuckerberg gründet Facebook

    Mark Zuckerberg gründet Facebook. Das neue soziale Netzwerk ist zunächst eher die Internet-Variante gedruckter Jahrbücher; Harvard-Studenten können sich auf der Plattform "Thefacebook.com" anmelden und Infos einstellen. Schon am ersten Tag melden sich mehr als 600 User an. Das Netz öffnet sich für weitere Unis und Schulen, Ende des Jahres hat Facebook schon eine Million Nutzer.

  • Teilbare Welt

    Thema: Facebook

  • Letzte Woche habe ich eine Facebook-Freundschaftsanfrage angenommen.

    Jan Koum, der Mitgründer von WhatsApp, 2014 über den Verkauf seiner App an Facebook
  • Länder nach Anzahl der Facebook-Nutzer geordnet

  • Glitzerwelt im Web

    Die erste deutsche Telenovela "Bianca – Wege zum Glück" lässt in 224 Folgen die - zumeist weiblichen - Zuschauer fast ein Jahr lang am Lieben und Leiden von Bianca Berger teilhaben – werktäglich im TV und jederzeit im WWW, wo man Biancas Glitzerwelt interaktiv erkunden kann.

  • 2005

  • YouTube: Sendeleitung für alle

    "Broadcast Yourself": Unter diesem Motto geht 2005 die Video-Plattform YouTube an den Start. Die Firmen-Gründer Chad Hurley und Steve Chan machen sich eine neue Entwicklung zunutze: Vor allem junge Menschen verbringen mehr Zeit im Netz als vor dem Fernseher. Und sie wollen sich von TV-Sendern nicht mehr vorschreiben lassen, was sie wann sehen können.

  • Entwicklung der Uploads bei YouTube

  • Weblog: Das öffentliche Tagebuch

    Eine neue Darstellungsform macht sich im Netz breit: das Weblog, kurz Blog. Rund 60.000 deutschsprachige Blogs gibt es Schätzungen zufolge im Jahr 2005. Eines der bekanntesten dieser Webtagebücher ist das BILDblog, das 2005 für seine "Notizen über eine große deutsche Boulevardzeitung" mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet wird.

  • Was berechtigt eigentlich jeden Computerbesitzer, ungefragt seine Meinung abzusondern?

    Werbetexter Jean-Remy von Matt über Weblogs, die - wie er meint - "Klowände des Internets"
  • Firefox erfolgreich

    Der Browser Firefox macht Microsofts Internet Explorer zunehmend Konkurrenz. Bis zur Veröffentlichung von Firefox 1.0 am 9. November 2004 surfen mehr als 90 Prozent aller User mit dem IE. Doch 2005 hat Firefox schon einen Marktanteil von 8,45 Prozent. Auf Platz 3 der Browser-Liste von Onestat.com landet Safari mit 1,21 Prozent Marktanteil. Dahinter: Netscape (1,11) und Opera (1,09).

  • Nationales Netzwerk

    Rund eineinhalb Jahre nach Facebook gibt es nun auch ein soziales Netzwerk made in Germany: studiVZ startet 2005 als Studentenprojekt und zählt schon nach kurzer Zeit mehr als fünf Millionen Nutzer und etliche Ableger wie Schüler VZ oder Mein VZ. Am Ende ist aber doch nur Platz für ein Netzwerk: Facebook setzt sich durch und hat bis heute keine ernst zu nehmende Konkurrenz.

  • ZDF: Neue Mediathek

    Neuer Look: Das ZDF präsentiert auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin seine überarbeitete ZDFmediathek. In ihr findet der Nutzer Videos, Bildergalerien und Animationen. Auch das ZDF-Nachrichtenportal www.heute.de erscheint im Internet in neuer Form. Die veränderte Website löst www.heute.t-online.de ab, nachdem die Kooperation von ZDF und T-Online Ende 2004 auslief.

  • 2006

  • Geheimdienst offen im Netz

    Info-Suche kann so einfach sein: Ein Reporter der US-Zeitung "Chicago Tribune" findet frei im Netz 2600 Namen von Mitarbeitern des US-Geheimdienstes CIA sowie 50 interne CIA-Telefonnummern. Der Journalist kontaktiert dazu einfach einen Internet-Dienst, der gegen eine Gebühr offen zugängliche Informationen zur Verfügung stellt. Auf Bitten der CIA veröffentlicht die Zeitung die Namen der Agenten aber nicht.

  • Twitter: "Das Zwitschern der Menschheit"

    "Was machst du gerade?" Diese Frage wird seit 2006 auf der Plattform twitter.com beantwortet. Auf der ganzen Welt fassen Menschen nun den Moment in schlanke 140 Zeichen. "Das Zwitschern der Menschheit nimmt Twitter gleichmütig entgegen", konstatiert nüchtern die "ZEIT" und schwankt noch, ob Twitter die Menschheit nun restlos verblödet oder ein neues globales Bewusstsein schafft.

  • Dieses Mit-sich-selbst-Beschäftigen in Satzfetzen ist Verplemperung von Lebenszeit.

    Musiker und Entertainer Götz Alsmann in einem Interview der ZEIT über Twitter
  • Ich wünsche Ihnen im neuen Jahr ganz viele neue Follower, spannende Debatten auf Twitter, und dass ich ab und zu Ihre Tweets auch beantworten kann.

    Weihnachtsbotschaft von Umweltminister Peter Altmaier
  • 2007

  • Zeichen setzen bei Twitter

    Prägende Innovation bei Twitter: Der Nutzer Chris Messina schlägt vor, die Raute # als Hashtag zu benutzen. Und diese Kennzeichnung setzt sich durch: User ordnen ihre Botschaften damit jetzt einem bestimmten Thema zu. Klickt man auf den Hashtag, sieht man alle Tweets, die damit gekennzeichnet sind.

  • Neue Rundfunkgebühr

    Ab dem 1. Januar 2007 sind internetfähige PCs, Laptops und Handys rundfunkgebührenpflichtig. Die neuen Regeln gelten sowohl für Privatleute als auch für Firmen.

  • Breitbandversorgung: Weiße Flecken sollen weg

    2007 sagt ein Aktionsbündnis aus Politik und Wirtschaft den weißen Flecken bei der Breitbandversorgung den Kampf an. Über 2200 Gemeinden in Deutschland haben da noch keinen Zugang zu schnellen Internetanschlüssen. Betroffen sind vor allem abgelegene Ortschaften, bei denen sich ein Anschluss an das DSL-Netz der Deutschen Telekom oder das eines Wettbewerbers wirtschaftlich nicht rechnet.

  • Erlaubt: Noten für Lehrer im Netz

    Lehrer müssen sich eine anonyme Benotung durch Schüler im Internet gefallen lassen, wenn die Grenzen der Schmähkritik nicht überschritten werden. Mit dieser Begründung erklärt das Oberlandesgericht Köln die Beurteilung einer Lehrerin im Portal spickmich.de für rechtens. Dies sei durch das Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt.

  • Nur mit Anschluss attraktiv

    Thema: Breitbandversorgung

  • Breitbandzugänge in Deutschland

  • Ein Mensch mit Breitbandanschluss hat 1000 Wünsche, ein Mensch ohne Netzverbindung oftmals nur einen.

    Bundesinfrastrukturminister Alexander Dobrindt
  • Amazons virtuelle Bibliothek

    Der weltgrößte Internet-Einzelhändler Amazon will den bisher schwachen Absatz elektronischer Bücher mit einem eigenen Lesegerät ankurbeln. Der jetzt vorgestellte sogenannte E-Book-Reader mit dem Namen "Kindle" wiegt knapp 300 Gramm und kann rund 200 Bücher speichern.

  • Neuer ZDF-Kanal auf Youtube

    Das ZDF startet einen eigenen Kanal auf YouTube. Pro Woche stellt der Sender dort zehn bis 15 Fernsehbeiträge zum Abruf bereit, vorwiegend Magazinstücke und Programm-Trailer. "Damit wollen wir eine Generation erreichen, die nur noch schwer für das herkömmliche Echtzeitfernsehen zu gewinnen ist", so ein ZDF-Sprecher. An der Digitalisierung des Hinweisschildes von Maybrit Illner wird derweil noch gearbeitet.

  • Neu gestartet: ZDFmediathek

    Die IFA 2007 ist der Startschuss für die bis heute im Wesentlichen gleich gebliebene ZDFmediathek mit "Sendung verpasst".

  • KDD - Online first

    Das ZDF bietet die neue Serie "KDD – Kriminaldauerdienst" erstmals als exklusive Netz-Premiere vorab kostenlos im Internet an. Jeweils am Abend vor der TV-Ausstrahlung sind die neuen Folgen der Serie auf den ZDF-Seiten abrufbar.

  • 2008

  • Chrome in der Kritik

    Google gibt seinen Internet-Browser Chrome für die breite Nutzung frei. Fachleute loben innovative Ansätze, wegen Sicherheitslücken gerät Google jedoch bald in die Kritik. Datenschützer monieren zudem, dass die Software viele Daten zum Hersteller überträgt.

  • Welche Browser werden in Deutschland genutzt?

  • "Mobile" noch nicht massentauglich

    "Unbequem" und "schwer zu bedienen" - 2008 ist das mobile Internet in Deutschland weder beliebt noch massentauglich. Nur jeder neunte Besitzer eines internetfähigen Gerätes gehe auch mit seinem Handy ins Netz, so die Studie "Mobile Web Watch 2008".

  • Mobile Netznutzung in Deutschland

    Thema: Mobiles Internet

  • Mobile Netznutzung in Deutschland

  • Freies Ende

    Künftig können Web-Adressen frei gewählte Endungen bekommen. Neben den bisher üblichen Domain-Namen .de oder .com kann es künftig auch Endungen wie Städte- oder Firmen-Namen geben, zum Beispiel .berlin, entscheidet die Internet-Verwaltung ICANN. Wer so eine eigene Endung haben will, muss dafür allerdings Schätzungen zufolge zwischen 100.000 und 500.000 Dollar zahlen.

  • Kunst-Diebstahl im Netz

    In einem offenen Brief an Kanzlerin Merkel fordern rund 200 Künstler - darunter Til Schweiger, Udo Lindenberg und Peter Maffay – einen besseren Schutz des geistigen Eigentums. 2007 seien in Deutschland mehr als 300 Millionen Musikstücke illegal heruntergeladen worden - zehnmal mehr als legal verkauft wurden.

  • Neues Gesetz: Sendungsbezogen im Netz

    Ein neues Gesetz regelt das Internetangebot von ARD und ZDF: Die Ministerpräsidenten der Bundesländer einigen sich auf Eckpunkte für den künftigen Umfang und die Inhalte der Online-Angebote öffentlich-rechtlicher Medien. Diese müssen jetzt sendungsbezogen sein. Zu den Tabus gehören Kontaktbörsen, Beratungsdienste und Freizeittipps. Sportliche Großereignisse, dazu gehört auch die Bundesliga, dürfen nur 24 Stunden abrufbar sein, danach müssen sie "depubliziert" werden.

  • Neues über Netzkultur im ZDF

    Seit November 2008 ist der Elektrische Reporter mit Mario Sixtus auf dem ZDFinfokanal zu sehen. Das Format beschäftigt sich mit Internet-Themen und Netzkultur. Die Reihe ist das erste Web-Video-Format in Deutschland, das vom klassischen Fernsehen übernommen wird.

  • 2009

  • Erfolgreiche Suche

    Microsofts neue Suchmaschine Bing nähert sich in den USA ein gutes halbes Jahr nach dem Start beim Marktanteil der Zehn-Prozent-Marke. Auch Platzhirsch Google kann zulegen, ermitteln Marktforscher von ComScore. Das Wachstum geht auf Kosten von Yahoo. In Deutschland kann sich Bing auf Dauer nicht wirklich durchsetzen: 2016 liegt der Marktanteil laut statista.de bei gut vier Prozent.

  • Zu früher Vogel zwitschert vom Wahlausgang

    Zu früh gezwitschert: Zu den Landtagswahlen im Saarland, in Sachsen und in Thüringen liegen bei Twitter bereits am Sonntagnachmittag – lange vor der Schließung der Wahllokale - detaillierte Prognosen vor. Die Mitteilungen haben keine Quelle, beruhen aber wahrscheinlich auf Daten, die Wahlforscher erhoben haben. Gesetzlich ist Wahlergebnisse zwitschern erst ab 18 Uhr erlaubt.

  • Gesperrte Videos bei YouTube

    Im Streit mit der Verwertungsgesellschaft GEMA sperrt YouTube alle Musikvideos auf seiner deutschen Website. Bei der Kontroverse geht es darum, wie viel Geld der GEMA für das Verbreiten von Musikvideos im Internet zusteht.

  • Netzneutralität: Alle Daten gleich behandeln

    Die US-Telekom-Aufsicht FCC belebt 2009 die Debatte um Gerechtigkeit im Netz: Sie will Internet-Providern und Mobilfunk-Betreibern vorschreiben, jeden Daten-Verkehr in ihren Netzen gleich zu behandeln. Nach diesem Prinzip der Netzneutralität dürften die Netzbetreiber zum Beispiel Ressourcen-hungrige Video- oder Spieledienste nicht benachteiligen und müssten Konkurrenz-Angebote gleich behandeln. Seit Jahren wird über das Thema Netzneutralität gestritten.

  • Vorfahrt oder Einheits-Tempo?

    Thema: Netzneutralität

  • Brauchen wir eine Netzneutralität?

  • 2010

  • Im Visier der Cyber-Spione

    Deutsche Regierungsstellen und Behörden sind im Visier ausländischer Cyber-Spione. Vor allem aus China werden Angriffe verzeichnet. Insgesamt werden von Januar bis September 2010 rund 1600 ausländische Attacken auf Computer und Großrechner festgestellt, so das Bundesinnenministerium. Auch die Wirtschaft steht unter Beobachtung: Studien gehen davon aus, dass durch Wirtschaftsspionage in Deutschland jährlich ein Schaden von 20 bis 50 Milliarden Euro entsteht.

  • "Life in a Day": Ein Tag auf YouTube

    Neues Filmprojekt: "Life in a Day" besteht komplett aus Aufnahmen von YouTube-Nutzern, alle von einem einzigen Tag, dem 24. Juli 2010. Für Deutschland hat das wenige Wochen zuvor gewählte Datum besondere Bedeutung: Auf diesen Tag fällt die Loveparade in Duisburg, bei der 21 Menschen sterben. Die Szenen aus Duisburg zählen zu den dramatischsten in dem rund 90-minütigen Film.

  • Gefühl zeigen mit Emojis

    Mehr Gefühl für die Textnachricht: Das Unicode-Konsortium, das für jedes (Schrift-)Zeichen einen digitalen Code festlegt, nimmt Emojis in seine international genormte Zeichen-Palette auf. Seitdem können weltweit Nutzer Tränenlach-Smileys, rote Herzen oder kleine Schweinchen verschicken und empfangen.

  • Wikileaks: Diplomatisches Leck

    Wie weh darf Informationsfreiheit tun? Als Wikileaks 2010 US-Diplomaten-Berichte veröffentlicht, bebt nicht nur das Parkett diverser Botschaften. 250.000 vertrauliche Dokumente aus US-Botschaften will Wikileaks der staunenden Weltöffentlichkeit präsentieren, die einen schonungslosen Blick hinter die Kulissen der internationalen Politik bieten.

  • Peinliche Enthüllungen

    Thema: Wikileaks

  • Es ist nichts Lobenswertes daran, unschuldige Menschen in Gefahr zu bringen, und es ist nichts Mutiges daran, die friedlichen Beziehungen zwischen Nationen zu sabotieren, von denen unsere gemeinsame Sicherheit abhängt.

    Hillary Clinton, US-Außenministerin
  • Für alles eine App

    Die Definition im Duden ist klar: Eine App dient der "Lösung von Benutzerproblemen". Und so wird schon 2010 den Kindern in der Sesame Street beigebracht: Egal, welches Problem du hast – there’s an app for that: https://www.youtube.com/watch?v=EhkxDIr0y2U

  • Anzahl der Apps in den Stores

  • Ich kann mir anhand von solchen Diensten anschauen, wo und wie jemand lebt, welche privaten Vorlieben er oder sie hat, wie seine Haustür gesichert ist oder welche Vorhänge an den Fenstern sind - und das ist noch das Wenigste. Damit wird das Private ohne Schutzmöglichkeiten an die globale Öffentlichkeit gezerrt.

    Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner
  • Warten aufs iPad

    Apple bringt seinen neuen Tablet-Computer iPad in Deutschland auf den Markt. In den USA werden in den ersten vier Wochen nach der Markteinführung Anfang April mehr als eine Million Geräte verkauft, vor vielen Apple Stores wie in New York (Bild) bilden sich laaaange Schlangen.

  • Erfolgreich gegen Datenspeicherung

    Massenproteste und Massenklage gegen massenhafte Speicherung: Fast 35.000 Menschen wehren sich gegen die Vorratsdatenspeicherung von Telefon- und Internetdaten und Karlsruhe erhört ihren Ruf. Das Bundesverfassungsgericht stoppt die Vorratsdatenspeicherung, in seiner derzeitigen Form sei das Gesetz nicht mit dem Grundgesetz vereinbar. Die bei Unternehmen auf Vorrat gespeicherten Daten von Millionen Bürgern sind "unverzüglich zu löschen".

  • Instagram: Social Bilderbuch

    Wie Twitter, nur mit Bildern: Kevin Systrom und Mike Krieger starten 2010 Instagram. Hier kann man eigene Bilder entweder allen oder nur einem ausgewählten Kreis zugänglich machen und den Foto-Strom anderer Nutzer abonnieren. Die Idee hat Erfolg: Nach drei Monaten hat der Dienst eine Million Nutzer, nach einem Jahr zehn Millionen. Vor allem bei jungen Usern ist Instagram beliebt.

  • Instagram-Nutzer nach Alter gestaffelt

  • 2011

  • Daten mit Verfallsdatum

    Ein neues Zusatzprogramm "X-pire" für den Browser "Firefox" soll Fotos mit einem Verfallsdatum versehen und löschen. Verbraucherschutzministerin Aigner unterstützt X-pire, Internet-Experten sind skeptisch. Gesetzlich gibt es (noch) kein "Recht auf Vergessenwerden".

  • Das Internet vergisst ... nur selten

    Thema: Das Recht auf Vergessenwerden

  • Neuer Perso selten genutzt

    Der neue Personalausweis soll sichere Geschäfte im Internet ermöglichen - vier Monate nach dem Start des Dokuments kommt diese Funktion allerdings kaum zum Einsatz. Die dafür nötige Software, die Ausweis-App, sei seitdem nur 57.000 Mal heruntergeladen worden, berichtet das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik.

  • Die Größe ist das einzig Positive, das wir an diesem Ausweis entdecken können.

    Grünen-Chefin Claudia Roth
  • Posting bringt ungebetene Gäste

    Ein Posting mit Folgen: 2011 kündigt ein Mädchen in Hamburg versehentlich ihre Party zum 16. Geburtstag über Facebook nicht nur ihren Freunden, sondern öffentlich an. Daraufhin kommen 1600 ungebetene Gäste. 100 Polizisten sind im Einsatz. Elf Feiernde werden wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung und Widerstand gegen die Polizei festgenommen.

  • Apple gibt den Big Brother

    Dein Handy weiß, wo du warst: Apple gerät unter massiven Druck von Datenschützern und Politik, weil die iPhone-Handys die Aufenthaltsorte ihrer Nutzer über Monate in einer versteckten Datei speichern. Wird das iPhone zum Datenaustausch an einen Computer angeschlossen, werden die Daten übertragen.

  • Erweiterte Realität auf dem Smartphone

    Ein Museumsführer, der Exponate detailliert erklärt, ein virtueller Immobilienmakler, der die Besonderheiten einer Wohnung darstellt: "Augmented Reality" ist 2012 ein großer Trend der Mobilfunk-Branche. Eine Gerätekamera fängt Bilder der Umgebung ein, auf dem Display werden zusätzliche Informationen eingeblendet - AR soll über Handy-Apps den Weg in den Massenkonsum finden.

  • Flash verschwindet

    Abschied von Flash auf mobilen Geräten: Die Software-Firma Adobe entwickelt das Programm zum Abspielen von Grafik und Video mit dieser Multimedia-Technik nicht mehr für Smartphones und Tablet-Computer, stattdessen will man verstärkt in HTML5 investieren. Auf mobilen Geräten hat Flash schon lange einen schweren Stand - insbesondere seit der Entscheidung von Apple, die Technik auf dem iPhone und dem iPad-Tablet nicht zu unterstützen.

  • Erfolgreich gepaart mit Online-Dating

    Online-Dating ist ein großes Geschäft: Mit rund 175 Millionen Euro Umsatz rechnet die Branche in diesem Jahr. Der Markt ist mittlerweile stark segmentiert: Es gibt klassische Partnerbörsen, unverbindliche Flirt-Treffs, diskrete Helfer für erotische Abenteuer. Den größten Umsatz machen Parship und ElitePartner, FriendScout 24 und Neu.de.

  • "log in": Diskussion mit dem Netz

    Mit der neuen Diskussionssendung "log in" lässt das ZDF TV und Internet verschmelzen. Neben dem Moderator Wolf-Christian Ulrich hat Milena Bonse als Online-Präsentatorin während der Sendung den direkten Draht zu den Usern - was passiert im Chat, bei Twitter, welche Fragen gibt es? All das fließt in die Diskussion im Studio ein.

  • ZDF-App

    Die ZDFmediathek-App startet als Videoportal des ZDF zum Downloaden für Smartphones, Tablet-PCs und andere mobile Geräte.

  • 2012

  • TV mit Netzanschluss

    TV und Internet wachsen mit dem Standard HbbTV weiter zusammen. Die Idee: Der Zuschauer kann auf seinem "Smart TV" mit Internet-Zugang nahtlos zwischen TV-Sendungen und Online-Angeboten umschalten. Auch das ZDF setzt auf diese Technik und bietet unterm roten Knopf auf der Fernbedienung Zusatzmaterial zu Sendungen an. In Deutschland gibt es rund sechs Millionen HbbTV-taugliche Fernseher – viele davon sind allerdings gar nicht ans Netz angeschlossen.

  • Google-"Glass": Computer am Kopf

    Google stellt seine neue Datenbrille "Glass" vor. Dieser Mini-Computer am Kopf zeigt Daten auf einem Display an, hat eine integrierte Kamera, Touchpad und Lautsprecher, lässt sich über Kopfbewegungen und Sprache steuern. Für IT-Experten ein technischer Meilenstein, für Datenschützer ein höchst bedenkliches Gerät. Auch ästhetisch kann die Brille nicht überzeugen. Böser Spitzname für ihre Träger: Glasshole. Nicht bekannt ist, ob sie Kanzlerin Merkel zu mehr Durchblick verholfen hat.

  • Datensammler überall

    2012 ist das Jahr von "Big Data". Vernetzte Geräte wie Smartphones, Stromzähler oder Kameras speichern ohne menschliches Zutun Unmengen von Daten. Datenschützer warnen vor der Ausforschung des Alltags. Schon jetzt übersteigt die Menge der Infos, die über jeden Nutzer gespeichert werden, die Menge der von ihm selbst ins Netz gestellten Daten.

  • Unsichtbare Sammler

    Thema: Big Data

  • Dominantes System: Android

    Das Google-Betriebssystem Android läuft jetzt auf der Hälfte aller Smartphones, die in Deutschland genutzt werden. Nach Berechnungen des Marktforschungsunternehmens Comscore, die das Nachrichtenmagazin "Focus" veröffentlicht, steigt der Marktanteil der Android-Geräte binnen eines Jahres von 27,2 auf 50,1 Prozent.

  • Mehr Privatsphäre

    Facebook gibt dem Bedürfnis seiner Nutzer nach einem besseren Schutz der Privatsphäre nach. Künftig kann man das Teilen von Informationen stärker und einfacher einschränken. Für Facebook ist es eine Wende im jahrelangen Kurs, die Nutzer zu immer mehr Offenheit zu bewegen.

  • ZDF.de stellt Video ins Zentrum

    Ende April präsentiert sich das ZDF mit einem neuen Online-Auftritt: Die drei Online-Portale zdf.de, heute.de und sport.zdf.de erhalten nach einem Relaunch ein neues Layout und eine neue Grundstruktur. Programm und begleitende Zusatzinformationen sollen enger miteinander verknüpft werden, das Bewegtbild steht im Mittelpunkt.

  • Spotify-Start in Deutschland

    Mit mehrjähriger Verzögerung startet der Internet-Musikdienst Spotify jetzt auch in Deutschland. Bei Spotify kann man aus einem Angebot von über 16 Millionen Titeln wählen. Die Musik wird dann direkt im Internet übertragen, ohne dass die Daten wie beim Download gespeichert werden. Spotify hat nach eigenen Angaben 2012 mehr als zehn Millionen aktive Nutzer.

  • 2013

  • NSA-Skandal: Entdeckung von Neuland

    #neuland: Ex-NSA-Mitarbeiter Edward Snowden enthüllt Internet-Spionage und Geheimdienst-Machenschaften in den USA und Großbritannien und löst einen Skandal aus. Kanzlerin Merkel antwortet auf eine Frage nach dem von den Amerikanern genutzten Internet-Spähprogramm "Prism" mit der Bemerkung: "Das Internet ist für uns alle Neuland." Der Spott der Netzwelt ist ihr damit sicher.

  • Kriminell oder ehrlich?

    Thema: NSA-Skandal

  • Also ich fühle mich in diesem #neuland eigentlich meistens ganz wohl." SPD-Chef Sigmar Gabriel

    SPD-Chef Sigmar Gabriel
  • Arbeitskampf bei Amazon

    Beim Online-Händler Amazon in Deutschland gibt es den ersten Streik, die Mitarbeiter kämpfen für einen besseren Tarifvertrag. Die Arbeitsniederlegungen gehen auch im wichtigen Weihnachtsgeschäft weiter, zwischendurch kündigt Amazon neue Logistik-Standorte in Polen und Tschechien an.

  • #aufschrei der Frauen

    Nachdem die Journalistin Laura Himmelreich im "Stern" berichtet, FDP-Politiker Rainer Brüderle habe sich ihr gegenüber sexuell übergriffig verhalten und Annett Meiritz im Spiegel von der Frauenfeindlichkeit der Piratenpartei erzählt, löst die Feministin Anne Wizorek auf Twitter unter #aufschrei eine Debatte über den Alltags-Sexismus in Deutschland aus. In einer Woche gibt es dazu 57.000 Tweets.

  • Datenschützer gegen Google

    Google setzt seine neuen Datenschutz-Regeln in Kraft, die das Bündeln und Auswerten von Informationen über verschiedene Dienste hinweg erlauben. Datenschützer gehen dagegen vor. Im November setzen sich Verbraucherschützer mit einer Klage durch.

  • Wahrheitsfindung mit dem ZDFcheck

    Beim Fakten-Check geht die Online-Redaktion des ZDF neue Wege: Ein Redaktionsteam geht Hinweisen von Usern nach und versucht so, die Wahrheit hinter den politischen Phrasen im Bundestags-Wahlkampf 2013 zu ergründen.

  • Historischer Comic

    Der ZDF-Dreiteiler "Unsere Mütter, unsere Väter" erzählt 2013 die Geschichte von fünf Freunden zwischen 1941 und 1945. Was der Film noch nicht zeigt, bringt das Internet: Auf ZDF.de gibt es die Vorgeschichte in Comic-Form zum Durchklicken.

  • 2014

  • Populäres Polizeifoto

    Tausende Likes: Als Jeremy Meeks von der Polizei in Stockton bei San Francisco festgenommen wird, wandert sein Foto auf die Facebook-Seite der Behörde. Und von da rund um die Welt. "Er ist zu süß für den Knast" oder "Oh mein Gott, er ist heiß!!!", lauten die Kommentare. Meeks, der wegen Raub und Körperverletzung verurteilt wird, startet nach seiner Haft eine Karriere als Model.

  • Promis nackt im Netz

    Dutzende Nacktfotos von Prominenten wie Model Kate Upton oder Schauspielerin Jennifer Lawrence (Bild) tauchen im Internet auf. Die Diebe kamen wohl über leicht nachschlagbare Antworten auf Sicherheitsfragen bei der Passwort-Änderung an die Bilder heran.

  • Filmpiraterie bei Sony Pictures

    Das Hollywood-Studio Sony Pictures wird Opfer einer beispiellosen Hacker-Attacke. Die Angreifer greifen neben noch unveröffentlichten Filmen auch interne Daten von E-Mails der Chefs bis hin zu Personalakten der Mitarbeiter ab.

  • Pilawas Duell mit der Technik

    Die ARD patzt beim Versuch, das im Netz beliebte "Quizduell" als TV-Sendung zu präsentieren. Über eine App sollen Internet-User gegen Kandidaten im Studio spielen – doch technische Probleme verhindern in den ersten Folgen den Kampf Netz vs. TV. "Wenn das nicht klappt, übernehme ich eine Rolle in der ‚Verbotenen Liebe‘", sagt Moderator Jörg Pilawa, und die Macher dieser ARD-Serie bieten ihm sofort einen Job an, den er aber nicht antreten musste, denn die Sendung lief später reibungslos.

  • Mit Eis gegen ALS

    Um auf die Nervenkrankheit ALS aufmerksam zu machen, schütten sich Menschen 2014 überall auf der Welt Eiswasser über den Kopf und nominieren sich bei Facebook für die "Ice Bucket Challenge". Auch Promis wie Bill Gates oder Helene Fischer sind dabei, allein die ALS-Ambulanz der Berliner Charité nimmt 1,6 Millionen Euro Spenden ein.

  • Tu Gutes und poste es

    Thema: Netz-Aktivismus

  • Formen von politischer Beteiligung im Netz

  • 2015

  • De Maizère verunsichert

    Viel Spott auf Twitter erntet Bundesinnenminister Thomas de Maizière, als er nach der Absage eines Fußball-Länderspiels gegen die Niederlande nicht auf die genauen Gründe dafür eingehen will. "Ein Teil dieser Antworten würde die Bevölkerung verunsichern", raunt der Minister, und die User arbeiten sich unter #DoItLikeDeMaiziere an diesem Zitat ab.

  • WLAN-Betreiber: Im Zweifel doch haftbar?

    Das Bundeskabinett verabschiedet ungeachtet der Kritik von Industrie, Handel und Verbraucherschützern einen Gesetzesentwurf zum Betrieb öffentlicher WLAN-Hotspots. Um diese zu fördern, sollen Betreiber von öffentlichen WLANs nicht mehr automatisch für Rechtsverletzungen ihrer Kunden haftbar gemacht werden können. Kritiker halten die geforderten Voraussetzungen dafür aber für unrealistisch.

  • Maas' Kampf gegen Hasskommentare

    Eine schnelle Löschung von Hasskommentaren etwa bei Facebook wird nach Einschätzung von Bundesjustizminister Heiko Maas schon allein wegen der großen Zahl der Einträge nicht immer gelingen. Grundsätzlich aber einigt er sich mit Vertretern von Facebook und Google auf Maßnahmen, damit rechtswidrige Kommentare möglichst spätestens nach 24 Stunden entfernt werden können.

  • Im Shitstorm

    Thema: (Fremden-)Feindlichkeit im Netz

  • Zuckerberg gibt Milliarden wegen Max

    Mark Zuckerberg hat als frischgebackener Vater versprochen, 99 Prozent seiner Facebook-Aktien zu spenden. Der Facebook-Gründer und seine Ehefrau Priscilla Chan kündigen in einem Brief an ihre neugeborene Tochter Max an, sie wollten das Vermögen von rund 45 Milliarden Dollar für die Lösung dringender Probleme auf der Welt ausgeben.

  • Eiffelturm twittert mit Liberty

    Der Pariser Eiffelturm hat jetzt einen Account bei Twitter und wird von der New Yorker Freiheitsstatue in dem sozialen Netzwerk willkommen geheißen. "Pariserin seit 1889, jetzt funkele ich auch auf Twitter!", liest man unter dem Twitternamen @LaTourEiffel. Vom offiziellen Account der Freiheitsstatue kommt daraufhin auf Französisch: "Willkommen auf Twitter, meine Schwester!"

  • Gurken-Grauen

    Skurriler Trend im Internet: Katzen haben angeblich sieben Leben, doch gibt es etwas, das ihnen große Angst macht: Gurken. Das dokumentieren inzwischen etliche Videos im Internet. Während die Katze zum Beispiel arglos am Napf frisst, legen ihre Besitzer heimlich eine Gurke hinter sie - und schauen zu, wie die Mieze kurze Zeit später vor Schreck erzittert. Für das Netz ein Spaß, für die Katze weniger.

  • Entwicklung der Onlinekosten

  • 2016

  • Mit Gottes Segen auf Instagram

    Papst Franziskus hat nun auch einen eigenen Instagram-Account. Das erste Foto zeigt das Oberhaupt der katholischen Kirche im Gebet versunken und mit dem Kommentar "Betet für mich" in neun Sprachen. Seine neue Präsenz auf Instagram kündigt Franziskus standesgemäß auf Twitter an: "Ich beginne einen neuen Weg, auf Instagram, um mit euch den Weg der Barmherzigkeit und der Zärtlichkeit Gottes zu gehen." Das macht deutlich: Im Jahr 2016 hat das Internet definitiv eine höhere Sphäre erreicht.

  • Blick nach vorne: Alles wird smart

    Wie wird es weitergehen mit dem Internet? Das "Internet der Dinge" – da sind sich die Experten einig – wird zunehmend unser Leben bestimmen: Von der Zahnbürste über das Auto bis hin zur Straßenlaterne - alles wird miteinander vernetzt, alles wird smart. Das bringt Diskussionen über Datenschutz und die Verteilung der Investitionen in die nötige Infrastruktur mit sich.

  • Das Leben im Netz

    Thema: Was bringt die Zukunft im Internet?

  • Tod im Livestream

    Während einer Polizeikontrolle in Minnesota wird Philando Castile in seinem Auto angeschossen und schwer verletzt, kurz darauf stirbt er. Seine Freundin beginnt direkt nach den Schüssen, live über Facebook ein Video zu streamen, um das Geschehene festzuhalten. Der Clip wird millionenfach aufgerufen, die Debatte um die Livevideo-Funktion bei Facebook wird neu entfacht: Nur wenige Wochen zuvor filmt sich ein Attentäter in Magnanville bei Paris, als er einen Polizisten und seine Frau tötet.

  • Gericht zieht Grenze

    Wegen eines Facebook-Eintrags wird eine 14-jährige Schülerin zu 20 Stunden Sozialarbeit verurteilt. Ihr 64-jähriger Lehrer an einer Düsseldorfer Förderschule stellt Strafantrag wegen Beleidigung, nachdem das Mädchen ihn heimlich im Klassenraum fotografiert, das Bild auf ihrer Facebook-Seite veröffentlicht und mit dem Text "Behinderter Lehrer ever" versieht.

  • Game to go

    Riesenerfolg für das neue Game "Pokémon Go": In der App werden Pokémon-Figuren auf dem Smartphone-Bildschirm in reale Umgebungen eingeblendet. Man kann sie suchen und sammeln. Gesammelt werden bei dem Spiel, bei dem man sich unter anderem mit dem Google-Login anmelden kann, aber möglicherweise auch Daten der Nutzer. Und es gibt die ersten Meldungen von Überfällen auf Spieler, die an "Poke-Stops" gelockt und ausgeraubt werden.

  • Neue ZDFmediathek

    Die dienstälteste TV-Mediathek in Deutschland präsentiert sich Ende Oktober 2016 völlig neu: modernes Design, verbesserte Nutzerführung, zusätzliche Funktionen, persönliche Empfehlungen: Statt getrennter Mediathek und Programmseiten gibt es jetzt EIN Programmportal, in dem der User sich sein persönliches Angebot zusammenstellen kann. „Alles zu meiner Zeit“ lautet das Motto: Mit der neuen ZDFmediathek wird der User noch ein Stück unabhängiger vom linearen TV-Programm.

  • Das Internet? Gibt's diesen Blödsinn immer noch?

    Homer Simpson, Sicherheitsinspektor im Kernkraftwerk Springfield